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Etiketten für Lebensmittel, Getränke, Frischware, Tiefkühlware und Versand

Wir fertigen selbstklebende Lebensmitteletiketten auf Rollen für die Nahrungsmittelbranche – von der Direktetikettierung (z. B. Obst und Gemüse) bis zur Kennzeichnung von Glas, Kunststoff oder Papierverpackungen

Im Fokus stehen dabei drei Faktoren: geeignetes Druckmaterial, ein für Lebensmittel zertifizierter Klebstoff, Material und zugelassene Druckfarben. Gleichzeitig vermeiden wir störende Kleber-Gerüche, damit die Produktpräsentation nicht beeinträchtigt wird und Pflichtangaben dauerhaft gut lesbar bleiben.

Lebensmittelkennzeichnung technisch und rechtlich sauber umsetzen

Gesetzliche Kennzeichnung und Lesbarkeit auf begrenzter Fläche

Lebensmitteletiketten müssen zentrale Informationen wie Produktbezeichnung, Hersteller, Zutaten und Mindesthaltbarkeitsdatum tragen. Das EU‑Recht schreibt vor, welche Angaben die Kennzeichnung beinhalten muss – inklusive Anforderungen an die Lesbarkeit (z. B. Mindestschriftgröße).

Lebensmittelechtheit, Lebensmittelkontakt und „Low Migration“

Bei Etiketten in der Nahrungsmittelbranche gilt: Sie dürfen Geruch, Geschmack oder Aussehen nicht beeinflussen und keinerlei bedenkliche Stoffe abgeben – besonders kritisch bei direktem Kontakt (z. B. lose Äpfel).

Da Etiketten mehrschichtige Produkte sind (Obermaterial, Druck, Lacke/Coatings, Klebstoff), gelten je nach Materialkomponente unterschiedliche Anforderungen; in der EU sind Lebensmittelkontakt‑Materialien streng reglementiert und dürfen u. a. die menschliche Gesundheit nicht gefährden oder sensorische Eigenschaften des Lebensmittels beeinträchtigen.

Für Lebensmitteletiketten ist zudem der „Low Migration“-Ansatz relevant, um unerwünschte Stoffübergänge vom Etikett in das Lebensmittel zu vermeiden.

Prozess- und Umgebungsbedingungen: Kälte, Feuchtigkeit, Kondensation, Hitze

Wärme, Feuchtigkeit und Kälte wirken sich auf Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit von Etiketten aus. In der Praxis heißt das: Klebstoffe und Materialien müssen zur Lagerung (Kühlregal, Raumtemperatur, Tiefkühlung) und zur Prozessführung passen.

Im Tiefkühlbereich ist der Applikationszeitpunkt entscheidend: Wird nach dem Einfrieren etikettiert, sind Tiefkühlklebstoffe erforderlich; bei Applikation im Plusbereich können je nach Fall permanent haftende Standardklebstoffe ausreichen.

Bei Etikettierung unter 0 °C kann der Klebstoff länger benötigen, bis er seine volle Haftkraft entwickelt – die Auswahl des Systems ist damit ein zentraler Hebel für Prozesssicherheit.

Für thermische Prozesse wie Pasteurisation müssen Etiketten kurzzeitig 60 °C bis 100 °C sowie Nässe/Hitze standhalten und während des gesamten Prozesses sicher haften.

Unterschiedliche Untergründe: Glas, Folien, Karton, Mehrweg-Systeme

Die Oberflächen der zu etikettierenden Waren variieren stark, daher werden diverse Klebstoffe benötigt. Beispiele sind Glasgebinde (Feuchtigkeit/Kondensation), Kunststoffbeutel (z. B. LDPE‑Flachbeutel), oder Mehrweg‑Steigen im feucht-kühlen Umlauf, bei denen Haftung und gleichzeitig leichte Entfernbarkeit gefordert sind.

Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit: Material- und Klebstoffentscheidung wird mitbewertet

Nachhaltigkeit ist nicht nur eine Frage der Ressource: Auch wenn Etiketten nur einen kleinen Teil der Verpackung ausmachen, kann die Wahl des Etiketts darüber entscheiden, ob Verpackungen recycelbar sind.

Die Komplexität von Verpackungsdesign ist hoch, derzeit gibt es keine einheitliche branchenweit gültige Definition für Recyclingfähigkeit; Entscheidungen sollten sich an Richtlinien/Definitionen/Kriterien orientieren, um die Recyclingfähigkeit zu verbessern.

Nahrungsmittel-Etiketten entlang Ihrer Anforderungen spezifizieren

Etikettenarten: von Direktetikettierung bis Mehrlagen- und Verschlusslösungen

Wir decken typische Anwendungen in der Nahrungsmittelbranche mit passenden Etikettenkonstruktionen ab – jeweils abgestimmt auf Material, Klebstoff und Druckbild:

  • Flaschenetiketten für Wein-, Bier- oder Sektflaschen (Haftung trotz Feuchtigkeit; Gestaltung z. B. mit Prägung/Strukturlack).
  • Thermotransferetiketten / Thermoetiketten für Frischwaren, bei denen Gewicht oder Preis später ergänzt werden (blanko oder vorbedruckt, für den Vor-Ort-Druck).
  • Tiefkühletiketten für Produkte, die Kälte und Feuchtigkeit ausgesetzt sind (Druck dauerhaft lesbar; Klebstoff darf sich nicht lösen; nachträgliche Kennzeichnung je nach Prozess).
  • Verschlussetiketten zum Schließen von Produkten wie Marmelade, Tee oder Salatschalen; optional mit Perforation oder ablösbarem Klebstoff zum Wiederverschließen.
  • Schmucketiketten für eine hochwertige Warenanmutung (z. B. Prägung/Strukturlack).
  • Transportetiketten (Barcode‑, Organisations‑, Versandetiketten) sowie ergänzende Hinweisetiketten inkl. GHS/Gefahrgutetiketten zur Prozess- und Versandorganisation.
  • Mehrlagige Etiketten für umfangreiche Kennzeichnungstexte: Booklet‑Etikett (wiederverschließbar, mehrere Seiten), Peel‑Off und Wickeletikett.

Vergleichstabelle: Materialien / Eigenschaften / typische Anwendung

Die Materialauswahl beginnt bei Papier, reicht über Folien und Verbunde bis zu Spezialpapieren.

Material Technische Eigenschaften (aus der Praxis) Typische Anwendung in Nahrungsmitteln
Papier (Haftpapier) Eine Vielzahl an Haftpapier Grundmaterialien, FSC zertifizierte Materialien wie z.B Canalin, Recyclingpapier, Antique. Matt und Hochglänzend oder Strukturpapier. Standard‑Lebensmitteletiketten auf Verpackungen
Ultra-Clear-Folie (hochtransparent) Hoch transparente Folie; „No‑Label“-Anmutung möglich; im Digitaldruck auch in Kleinauflagen; Weißunterlegung empfohlen (Farbbrillanz) „No Label Look“ auf transparenten Gebinden/Verpackungen
PE‑Folie (lebensmittelkonform) Häufig verwendete lebensmittelechte Folie; geeignet für direkten Kontakt in Kombination mit zertifizierten Komponenten Für verformbare Gebinde geeignet, Direktetikettierung (z. B. Obst/Gemüse) oder Lebensmittelverpackungen
Bio-basierte PE Folie (lebensmittelkonform) Obermaterial weiß oder transparent, 100 % Zuckerrohr-Ethanol, beständig gegen Feuchtigkeit und Öl Gesundheitsprodukte, nicht fetthaltige Lebensmittel, biegsame Gebinde
PP-Folie (lebensmittelkonform) Eine Biegesteife Folie , in weiß transparent und Silber. Auch recyclingfähig erhaltbar. Einsatz für eine Vielzahl von Gebinden, Materialien für Wiederverschluß Etiketten, PeelOff-Etiketten Pasteurisierung, resistend gegen Öl und Feuchtigkeit, für Lebensmittel geeignet
Cellulosefolie („Holz‑Folie“) Für nachhaltige/biologisch abbaubare Verpackungen geeignet; Kombination mit Acrylatklebstoff; für Lebensmittel geeignet; als kompostierbares Haftetikett beschrieben Nachhaltige Verpackungskonzepte (vollständig kompostierbar), Bio Lebensmittel, Gesundheitsprodukte, Kosmetik
Holzpulps‑Folie (biologisch abbaubar) Weiß glänzend oder transparent; EU‑Norm EN 13432, OK‑Kompost‑Zertifikat; aus erneuerbaren Rohstoffen; Zellstoff aus PSFC‑ oder FSC‑zertifizierten Beständen Kompostierbare/abbaubare Etikettenlösungen (anwendungsabhängig)
Graspapier 50 % Heu / 50 % FSC‑Papier; grobe Struktur, sichtbare Grasfasern; Verarbeitung wie Papieretiketten Lebensmittel für den direkten Lebensmittelkontakt, Fokus auf recyclebare/nachhaltige Materialanmutung
Steinpapier Papierähnliches Material das im PE Recyclingprozess wieder verarbeitet werden kann. Spektrum für recyclebare Etiketten Für den direkten Kontakt mit feuchten, fetthaltigen und nicht säurehaltigen Lebensmitteln
Alukaschierte Materialien / Silber‑ & Goldoptik Optische Aufwertung; geeignet für Gestaltung; für Schmucketiketten auch Prägung/Strukturlack relevant Premium‑Anmutung, z. B. auf Glas/Verpackungen

Papieretiketten vs. Folienetiketten

Papieretiketten Folienetiketten
Vorteile
  • Papier ist das häufigste Etikettenmaterial für Lebensmittel und deckt viele Standardanwendungen ab.
  • Spezialpapiere ermöglichen nachhaltige Materialkonzepte.
  • Kunststoffe/Folien sind widerstandsfähig und langlebig und ermöglichen hochtransparente Etikettenlösungen.
  • Lebensmittelechte Folien können – mit passenden, zertifizierten Komponenten – für direkten Lebensmittelkontakt eingesetzt werden.
Nachteile
  • Je nach Einsatzbedingungen (Wärme, Feuchtigkeit, Kälte) kann die Materialauswahl anspruchsvoll sein und erfordert Abstimmung auf Anwendung und Umgebung.
  • Bei transparenten Etiketten auf transparentem Untergrund sind Digitaldruckfarben nicht deckend; eine Weißunterlegung wird empfohlen.

Vergleichstabelle: Klebstofftypen / Untergründe (Haftkraft, Entfernbarkeit, Vorteile, Einschränkungen)

Die Klebstoffauswahl hängt vom Obermaterial und der Anwendung ab – in der Nahrungsmittelbranche zusätzlich unter dem Kriterium Lebensmittelechtheit (Zertifizierung, keine Schadstoffabgabe).

Untergrund (Beispiel) Klebstofftyp / System Haftkraft Entfernbarkeit Vorteile Einschränkungen
PET‑Behälter Abwaschbare Etiketten­lösungen zur Optimierung der Recyclingfähigkeit (wasch- / abwaschbar je nach System) Anwendungs­spezifisch Anwendungs­spezifisch Kann Recycling­prozesse erleichtern, wenn Etikett / Klebstoff abwaschbar ausgelegt ist Systemauswahl abhängig von Prozess / Anwendung; Spezifikation erforderlich
PE‑Folien (inkl. LDPE‑Flachbeutel) Permanent haftend oder Tiefkühl­klebstoff (je nach Applikations­zeitpunkt) Hoch erforderlich (darf sich nicht lösen) Je nach Anforderung Für Tiefkühl‑Use‑Cases: Auswahl nach „vor / nach Einfrieren“; Muster zum Testen möglich Tiefkühlklebstoff kostenintensiver; Test unter realen Bedingungen empfohlen
Glasgebinde (z. B. Weinflaschen) Spezieller Klebstoff, laugen­abwaschbar; für glatte Oberflächen; verträgt Temperatur­wechsel, Feuchtigkeit, Wasser Hoch (trotz Kondensation) Abwaschbar (lauge) Haftung trotz Feuchtigkeit beim Kühlen; abwaschbar ausgelegt Spezifikation abhängig vom Prozess (Kühlung/Feuchte)
Tiefkühlware (Applikation vor dem Einfrieren) Normale permanente Klebstoffe (typische Eignung je nach System) Ausreichend bei korrekter Applikation i. d. R. nicht ablösbar Kosteneffizienter als Tiefkühlklebstoff; abhängig vom Plusbereich bei Applikation Nur geeignet, wenn Ware nicht tiefgekühlt ist (Applikation im Plusbereich)
Tiefkühlware (Applikation nach dem Einfrieren) Tiefkühlklebstoff Hoch i. d. R. nicht ablösbar Haftung auf bereits tiefgekühlter Ware möglich Kostenintensiver; Auswahl und Test entscheidend
Kühlschrankware (kalter / leicht feuchter Untergrund) Permanent haftender Acrylatkleber, entwickelt für leicht feuchten und kalten Untergrund; für direkten Kontakt mit trockenen, feuchten und fettenden Lebensmitteln zugelassen Hoch Nicht auf Ablösbarkeit ausgelegt Prozesssicher für Kühlung; Lebensmittel­kontakt (je nach Freigabe) Tiefkühlklebstoff nicht zwingend; genaue Anwendung definieren
HDPE‑ und PP‑Verpackungen Acryl‑ oder kautschuk­basierte Systeme (Abstimmung auf Obermaterial / Untergrund) Anwendungs­spezifisch Anwendungs­spezifisch Acryl: für glatte Oberflächen / hohe Temperaturen; Kautschuk: für niedrige Temperaturen / raue Oberflächen Konkrete Auswahl erfordert Materialabgleich und Test
Faserbasiert (Karton / Papier­verpackungen) Permanent haftend oder ablösbar (je nach Prozess) Anwendungs­spezifisch Optional ablösbar Abhängig vom Einsatz (z. B. Mehrweg / Entfernbarkeit) Spezifikation abhängig von Feuchte / Temperatur und gewünschter Entfernbarkeit
Aluminium (metallische Oberflächen) Acrylatkleber (für glatte Oberflächen) oder spezialisierte Systeme Anwendungs­spezifisch Anwendungs­spezifisch Auswahl orientiert sich u. a. an Oberflächen­charakter und Temperaturprofil Material- / Prozesstest empfohlen
Schalen und Becher System nach Substrattyp und Einsatz­bedingungen (Feuchte / Kälte / Temperatur-wechsel) Anwendungs­spezifisch Anwendungs­spezifisch Spezifikation entlang realer Bedingungen; Muster- / Materialtests möglich Ohne Test keine belastbare Aussage zur Haftung

Klebstoffsysteme: Acrylat vs. Kautschuk vs. Nassleim vs. Tiefkühlklebstoff vs. ablösbar

  • Acrylatbasierte Kleber halten hohen Temperaturen stand und eignen sich für unpolare Oberflächen.
  • Kautschukbasierte Kleber sind ideal für niedrige Temperaturen und haften besser auf rauen und unebenen Oberflächen.
  • Nassleimetiketten entfalten ihre Klebekraft durch Feuchtigkeit und werden häufig bei Flaschen eingesetzt.
  • Tiefkühlklebstoffe ermöglichen Etikettierung auf bereits tiefgekühlter Ware (Anwendungsfall abhängig vom Prozess).
  • Ablösbare Klebstoffe können für wiederverschließbare Lösungen eingesetzt werden (z. B. Verschlussetikett).
Tiefkühlklebstoffe sind kostenintensiver als permanent haftende Klebstoffe; der Applikationszeitpunkt ist daher eine wirtschaftlich-technische Stellgröße.
Bei direktem Kontakt müssen Klebstoffe für Lebensmittel zertifiziert sein; gefährliche oder giftige Stoffe dürfen nicht auf Produkte gelangen.

Vergleichstabelle: Druckverfahren / Eignung / Vorteil / Grenzen

Wir kombinieren Druck- und Personalisierungsverfahren so, dass Pflichtangaben, variable Daten und Gestaltungsanforderungen technisch stabil umgesetzt werden.

Druck-/Kennzeichnungs­verfahren Typische Eignung bei Lebensmitteletiketten Vorteil Grenzen / Hinweise
Flexodruck Vorbedruckung von Etiketten (auch Serien) Effizient bei Serien und hohen Auflagen Abstimmung auf Material/Anforderung erforderlich
Digitaldruck Vorbedruckung; auch Kleinauflagen (z. B. hochtransparente PP‑ und PE-Lösung, große Auswahl an Materialien) Wirtschaftlich für Kleinmengen; Kleinauflagen möglich Bei transparenten Etiketten: Digitaldruckfarben nicht deckend → Weißunterlegung empfohlen
Buchdruck Vorbedruckung möglich Geeignet für bestimmte Einsatzbereiche/Kombinationen Auswahl abhängig von Layout/Material
Siebdruck Spezialanwendungen, wenn Beständigkeit im Außenbereich erforderlich ist Maximale Beständigkeit; UV-/Witterungsresistenz in geeigneten Konstruktionen Nicht geeignet für Lebensmittelanwendung
Thermotransfer Variable Daten (z. B. Preis/Gewicht) auf blanko oder vorbedruckten Etiketten Variable Daten; geeignet für Frischwarenetikettierung Abhängig von Drucker/Material; ggf. Materialtest
Inkjet Variable Daten; nachträgliche Beschriftung möglich Flexible Nachkennzeichnung (z. B. bei Pasteur‑Etiketten möglich) Material-/Tintenabstimmung erforderlich
Laserdruck Nachträglicher Eindruck (z. B. Zutatenlisten, MHD, Chargennummer) Nutzung vorhandener Laserumgebungen möglich Klebstoff kann sich durch Heizwalzen verändern → Materialtest nach individueller Bedruckung empfohlen

Druckverfahren: Digitaldruck vs. Flexodruck vs. Thermotransfer/Inkjet/Laserdruck

  • Digitaldruck ist wirtschaftlich bei Kleinmengen, großer Sortenvielfalt und fortlaufenden Codes
  • Flexodruck ist effizient bei Serien und größeren Auflagen und eignet sich für Vorbedruckungen.
  • Thermotransfer und Inkjet ermöglichen variable Daten (z. B. Gewicht, Preis) bzw. nachträgliche Kennzeichnung.
Bei transparenten Etiketten sind Digitaldruckfarben nicht deckend; Weißunterlegung wird empfohlen, um Farbbrillanz zu unterstützen.
Beim Laserdruck/Mehrfarbendruck kann sich der Klebstoff durch Heizwalzen verändern; ein Materialtest nach individueller Bedruckung ist sinnvoll.

Lacke und Veredelungen: Funktion und Optik zusammenführen

Für Nahrungsmittel‑Etiketten setzen wir Lacke gezielt ein, wenn nachträgliche Informationen ergänzt werden sollen oder wenn die Gestaltung am POS alle Blicke auf sich ziehen soll. Fensterlackierungen oder eine spezielle Thermotransferlackierung ermöglichen, Haltbarkeitsdatum, Mengenangaben und Preise nachträglich hinzuzufügen.

Für Premium‑Anmutung (z. B. im Getränkebereich) kommen Prägung und Strukturlack in Betracht, wenn das Etikett die Verpackung aufwerten soll.

Nachhaltigkeit und zertifizierte Systeme: Material, Klebstoff, Farbe als Gesamtsystem

Wir bieten wasserbasierte Acrylat‑Dispersionsklebstoffe im Haftverbund sowie wasserbasierte Druckfarben, die hinsichtlich Toxikologie und Migration als unbedenklich beschrieben sind.

Für nachhaltige Etikettenkonzepte setzen wir nachhaltige Papiere und nachhaltige Folien aus nachwachsenden Rohstoffen ein; nachhaltige Druckmaterialien beziehen wir u. a. von Avery, UPM, VPF und weiteren Anbietern – für unseren Qualitätsanspruch müssen nachhaltige Etikettenmaterialien zertifiziert sein.

Für die direkte Verwendung auf Lebensmitteln und für den direkten Kontakt bieten wir Materialien wie Haftpapiere, Folien und Verbundmaterialien mit Zertifizierungen (ISEGA, FDA, RoHS oder REACH).

Anwendungsbeispiele für Lebensmitteletiketten

Typische Use‑Cases für Lebensmitteletiketten im Handel und in der Produktion

Direktetikettierung von Obst und Gemüse

Für Obst und Gemüse werden Etiketten häufig direkt auf die Ware geklebt. Dafür sind lebensmittelechte Systeme erforderlich, bei denen Druckfarben und Kleber keine schädlichen Stoffe abgeben; wir setzen dafür u. a. wasserbasierte Druckfarben und lebensmittelkonforme Folien in passenden Systemen ein.

Frischwarenetiketten mit variablen Daten (Waage/Etikettierung vor Ort)

Bei Frischwaren werden Angaben wie Gewicht oder Preis häufig erst später ergänzt. Hierfür eignen sich Thermotransfer‑ oder Thermoetiketten, Linerlessetiketten blanko oder vorbedruckt, die Sie vor Ort mit eigenen Druckern oder Waagen bedrucken.

Flaschenetiketten für Erfrischungsgetränke, Spirituosen, Wein, Bier und Sekt (Kondensation/Feuchtigkeit)

Flaschenetiketten kleben direkt auf Glas; spezielle Materialien und Klebstoffe sorgen dafür, dass sie trotz entstehender Feuchtigkeit haften bleiben. Für bestimmte Anwendungen steht ein laugenabwaschbarer Klebstoff zur Verfügung, der Temperaturwechsel sowie Feuchtigkeit und Wasser verträgt. Für Getränke in PET-Einwegflaschen bieten wir die passenden Folien, um den Recyclingprozess nicht zu stören und einfach zu halten.

Tiefkühletiketten für Tiefkühlware und Beutel (vor/nach Einfrieren)

Tiefkühletiketten stellen hohe Anforderungen: Kälte und Feuchtigkeit dürfen den Klebstoff nicht ablösen, der Druck muss dauerhaft lesbar bleiben. Ob Standard‑ oder Tiefkühlklebstoff zum Einsatz kommt, hängt davon ab, ob vor oder nach dem Einfrieren etikettiert wird; für LDPE‑Flachbeutel stellen wir z. B. Testmuster mit beiden Varianten bereit.

Verpackungen: Tüten, Gläser, Kartons, Konservendosen

Für Verpackungen jeglicher Art (Tüten, Gläser, Kartons, Konservendosen) ist eine korrekte Kennzeichnung erforderlich. Hier kommen je nach Zweck Verschlussetiketten (z. B. Marmelade, Tee, Salatschalen) oder Schmucketiketten zur optischen Gestaltung zum Einsatz.

Mehr Platz für Pflichttexte: Booklet, Peel‑Off und Wickeletikett

Wenn gesetzliche Kennzeichnung sehr umfangreich ist, lösen wir das Platzproblem mit mehrlagigen Etiketten: Das Booklet‑Etikett bietet mehrere Seiten und ist wiederverschließbar; alternativ eignen sich Peel‑Off‑ und Wickeletiketten.

Mehrweg-Steigen im Umlauf (feucht-kühl, dennoch leicht entfernbar)

In Mehrwegsystemen ist gute Haftung in feucht-kühler Umgebung wichtig, gleichzeitig sollen Etiketten leicht entfernbar sein. Wir bieten Materialien an, die für diesen Einsatz entwickelt wurden und von Systemanbietern empfohlen werden; wir senden Muster für Tests unter realen Bedingungen.

Pasteur-Etiketten: Kennzeichnung unter Nässe und Hitze

Pasteur‑Etiketten sind für Prozesse ausgelegt, bei denen Lebensmittel kurzzeitig 60 °C bis 100 °C erhitzt werden. Sie müssen unter Nässe und Hitze stabil bleiben; ein spezieller Haftverbund und lebensmittelsichere Materialien sichern Haftung und Kennzeichnung während des gesamten Prozesses.

Nachhaltig Verpacken von trockenen Lebensmitteln

Standbodenbeutel / Pouches sind für Lebensmittel wie Nüssen, Kaffee, Tee, Müslis oder Backzutaten eine stehende Warenpräsentation. Ob Klein- oder Großauflagen mit Aromaschutzventil, wiederverschließbar sind Sie durch nachhaltige Materialien und einfaches Recycling eine hochwertige Markenpräsentation.

Spezifikation beschleunigen, Risiko senken, Muster testen

Lebensmitteletiketten sind ein Gesamtsystem aus Material, Druck, Lack/Veredelung und Klebstoff. Für stabile Prozesse (Kühlregal, Tiefkühlung, Kondensation, Pasteurisation) und rechtssichere Kennzeichnung (Lesbarkeit, Lebensmittelechtheit, Low Migration) spezifizieren wir Ihre Etikettenlösung entlang Ihrer realen Bedingungen – inklusive Bemusterung.

Damit wir schnell das passende Konzept auswählen können, helfen uns bei Ihrer Anfrage insbesondere:

  • Art der Lebensmittel (insb. bei direktem Kontakt) :contentReference[oaicite:185]{index=185}
  • Untergrund/Verpackung (z. B. Glas, Folie, Karton, LDPE‑Beutel, Mehrweg‑Steige)
  • Temperaturprofil (Kühlung/Tiefkühlung, Applikation vor/nach Einfrieren, ggf. Pasteurisation)
  • Welche Angaben müssen vorab gedruckt werden, welche variabel (Thermotransfer/Inkjet/Laser)

FAQ

Lebensmittelechte Etiketten dürfen Geruch, Geschmack oder Aussehen des Produkts nicht beeinflussen und keine bedenklichen Stoffe abgeben. Das ist besonders relevant, wenn Etiketten in direkten Kontakt mit dem Lebensmittel kommen (z. B. bei losen Äpfeln). In der Praxis bedeutet das: Farben, Lacke und Klebstoffe müssen so gewählt sein, dass keine unerwünschten Stoffe übertragen werden.
Entscheidend ist der Zeitpunkt des Aufklebens: Wenn die Ware noch im Plusbereich ist, können normale permanent haftende Klebstoffe je nach Anwendung ausreichen. Ist die Ware bereits tiefgekühlt, wird ein Tiefkühlklebstoff benötigt. Tiefkühlklebstoffe sind kostenintensiver, daher spezifizieren wir sie nur dann, wenn der Prozess es erfordert.
Lebensmitteletiketten enthalten typischerweise Produktbezeichnung, Hersteller, Zutaten und Mindesthaltbarkeitsdatum. Das EU-Recht legt fest, welche Angaben enthalten sein müssen und dass diese gut lesbar auf dem Etikett stehen – inklusive Anforderungen wie Mindestschriftgröße. Zusätzlich können freiwillige Angaben wie Nährwerte relevant sein, deren Form häufig festgelegt ist.
Wenn die Kennzeichnung sehr umfangreich ist, setzen wir mehrlagige Etiketten ein. Das Booklet-Etikett bietet mehrere Seiten und ist wiederverschließbar. Alternativ eignen sich Peel-Off-Etiketten oder Wickeletiketten, wenn zusätzlicher Platz benötigt wird, ohne die Verpackung zu verändern.
Für den Eindruck, dass das Endprodukt direkt bedruckt ist, nutzen wir eine Sonderfolie aus PP, bei der Folie und Klebstoff hochtransparent sind. Diese Lösung kann im Digitaldruck auch in Kleinauflagen gefertigt werden und ist damit eine Alternative zur Direktbedruckung. Wichtig: Digitaldruckfarben sind auf transparenter Folie nicht deckend, daher empfehlen wir ein Deckweiß/Weißunterlegung für bessere Farbbrillanz.
Wir bieten biologisch abbaubare/kompostierbare Materialien an, z. B. Holzpulps-Folien, die gemäß EN 13432 mit dem OK-Kompost-Zertifikat ausgezeichnet sind. Für Cellulose-/„Holz-Folie“ nennen wir Kombinationen mit Acrylatklebstoff, die für Lebensmittel geeignet sind. Gleichzeitig gilt: Bei Getränkeflaschen in Kühlung kann Kondensation Etiketten feucht machen und damit den Kompostiervorgang starten – Sondermaterialien bieten hier die Lösung. Gerne bemustern wir Materialien, die Sie vor Produktion unter realen Bedingungen testen können.
Bewährt sind laut unserer Praxis acryl- und kautschukbasierte Kleber: Acrylat eignet sich für glatte Oberflächen und hohe Temperaturen, Kautschuk für niedrige Temperaturen sowie raue/unebene Oberflächen. Zusätzlich gibt es Nassleimetiketten, deren Klebekraft sich erst durch Feuchtigkeit entfaltet (häufig bei Flaschen). In der Nahrungsmittelbranche muss der Klebstoff – insbesondere bei direktem Kontakt – für Lebensmittel zertifiziert sein und darf keine gefährlichen Stoffe übertragen.
Lackfenster oder spezielle Lacke (z. B. Fensterlackierungen oder Thermotransferlackierungen), um nachträgliche Bedruckung zu ermöglichen – etwa für Haltbarkeitsdatum, Mengenangaben oder Preise. So können Etiketten flexibel mit variablen Daten im Thermotransfer- oder Inkjet-Verfahren bedruckt werden.
Pasteur-Etiketten sind für den Pasteurisierungsprozess entwickelt, bei dem Produkte kurzzeitig 60 °C bis 100 °C ausgesetzt sind. Sie müssen unter Nässe und Hitze stabil bleiben und sicher haften, damit die Kennzeichnung während des gesamten Prozesses zuverlässig ist. Solche Etiketten können vorab bedruckt oder später per Thermotransfer/Inkjet nachbeschriftet werden, wenn der Prozess variable Angaben erfordert.
Wir bieten nachhaltige Papiere und Folien aus nachwachsenden Rohstoffen sowie wasserbasierte Druckfarben und Acrylat-Dispersionsklebstoffe im Haftverbund an; nachhaltige Etikettenmaterialien müssen für unseren Qualitätsanspruch zertifiziert sein. Zusätzlich gilt in der Praxis: Die Etikettenwahl kann die Recyclingfähigkeit beeinflussen und es gibt keine einheitliche branchenweite Definition von Recyclingfähigkeit – daher beraten wir anwendungsbezogen und empfehlen Tests unter realen Bedingungen. Wenn Etiketten z. B. abwaschbar ausgelegt werden (Anwendungsfall abhängig), kann das im Recyclingkontext relevant sein.
Weitere Fragen und Antworten finden Sie in unserer umfassenden FAQ-Sammlung hier.

 

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